Das Salzburger Land

Die Salzburger Festspiele

Das größte Kulturereignis in Salzburg sind die alljährlich stattfindenden Festspiele. Sie wurden 1920 ins Leben gerufen und waren zunächst reine Mozartfestspiele, öffneten sich dann aber bald. Keine geringeren als Max Reinhart und Hugo von Hofmannsthal waren die Gründer und ersten Förderer. So war es auch kein Wunder, dass der Jedermann aufgeführt wurde, unter der Regie von Reinhardt. Als Ort wurde der Platz vor dem Dom ausgewählt, der auch heute noch die Kulisse für den Jedermann während der Salzburger Festspiele darstellt. Andere Veranstaltungen wurden ins heutige Haus für Mozart, ins Große Festspielhaus und in die Felsenreitschule verlegt. Während der Festspieltage gibt es eine Vielzahl von Veranstaltungen, angefangen von Musikkonzerten über Operndarbietungen, aber auch Schauspiel und Liederabende. Insgesamt gibt es pro Jahr etwa 200 Veranstaltungen, zu denen über 250.000 Besucher kommen.p>

Auch wenn Salzburg die Mozartstadt ist und viele der Veranstaltungen sich um den berühmten Komponisten drehen, ist doch die Aufführung des Jedermann das alljährliche Highlight. Die Hauptrolle zu spielen ist außerdem der Traum vieler Schauspieler und gilt als eine Auszeichnung für Künstler im deutschsprachigen Raum. Fast alle bekannten Stars haben hier gespielt: Curd Jürgens, Maximilian Schell und Klaus Maria Brandauer, aber auch Senta Berger und Veronica Ferres in der Rolle der Buhlschaft. Im Bereich Schauspiel ist Salzburg nicht gerade als Uraufführungsort bekannt, wohl auch wegen des eher konservativen Publikums.

Im Bereich des Schauspiels hat es dennoch hin und wieder Uraufführungen gegeben, unter anderem von Thomas-Bernhard und Fritz Hochwälder.

Bei der Oper besinnt man sich auf die klassischen Stücke: Der Schwerpunkt liegt immer auf Mozart und auf Richard Strauss. Dabei kommen aber nicht nur die beliebtesten, sondern auch die sonst weniger gespielten Opern auf die Bühne, zum Beispiel der Don Giovanni.